Fragen und Antworten zum Thema Einblasdämmung

FAQ

Wichtige Fragen vorab erklärt!

 

Einblasdaemmung_FAQ

Fragen, die zum Thema Einblasdämmung in Bremen oft gestellt werden:

Ja, besonders bei den sogenannten „Bremer Häusern“ und Siedlungshäusern aus den 1920er bis 1970er Jahren lohnt sich das Verfahren. Diese Gebäude besitzen fast immer ein zweischaliges Mauerwerk mit einer Luftschicht (Hohlschicht). Eine nachträgliche Kerndämmung schließt diese Lücke, stoppt den Luftzug und senkt die Heizkosten in Bremen oft um bis zu 30 Prozent – ohne dass die historische Fassade verändert werden muss.

In Bremen sind vor allem Gebäude aus den Baujahren 1900 bis 1978 hervorragend geeignet. Stadtteile wie Schwachhausen (Bürgerhäuser), Findorff (Reihenhäuser der 1920er/30er) oder die Östliche Vorstadt (Altbremer Häuser) sind fast flächendeckend mit einem zweischaligen Mauerwerk gebaut worden. Befindet sich zwischen der inneren Mauer und der Klinkerfassade ein Hohlraum (die sogenannte Hohlschicht), ist eine Kerndämmung mittels Einblasdämmung die sauberste Lösung. Um auf Nummer sicher zu gehen, wird vom Fachbetrieb zuvor mit einer minimalinvasiven Endoskopie geprüft, ob eine Hohlschicht vorhanden ist.

Diese historischen Haustypen stehen oft unter Ensembleschutz oder besitzen erhaltenswerte Backsteinfassaden. Eine klassische Außendämmung (WDVS) kommt hier optisch nicht infrage. Die Einblasdämmung nutzt die bestehende Hohlschicht. Da die Dämmflocken oder das Granulat über winzige Bohrungen in die Kreuzfugen eingebracht werden und diese anschließend farblich passend verschlossen werden, bleibt das charakteristische Bremer Klinkerbild dabei so gut wie unberührt.

Der Ablauf ist minimalinvasiv und meist in einem Arbeitstag erledigt. Zuerst führt ein zertifizierter Fachbetrieb eine kostenlose Endoskopie durch, um die Breite der Hohlschicht zu messen. Anschließend werden kleine Löcher (ca. 19, 20 oder 22 mm Durchmesser) in die Kreuzfugen der Außenwand gebohrt. Über diese Öffnungen wird der Dämmstoff mit Druckluft eingeblasen. Zum Schluss werden die Löcher wieder farblich passend mit Mörtel verschlossen, sodass sie nahezu unsichtbar sind.

Je nach Gebäudeteil und Breite der Hohlschicht kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz. Für die Kerndämmung im zweischaligen Mauerwerk nutzen unsere Partnerbetriebe hochwertige Glaswolle, oder EPS-Dämmstoffkügelchen. Ganz neu, für eine sehr schmale Hohlschicht, kommt auch Acrylcopolymer-Schaumgranulat (Insute 25-pro) zum Einsatz. Für die oberste Geschossdecke kommt Glaswolle, Steinwolle oder Zellulose aus Zeitungspapier in Frage. Für Dachschrägen wird hauptsächlich auch Zellulose verwendet. Alle Materialien sind langlebig, setzungssicher und bieten optimalen Brandschutz sowie Feuchtigkeitsschutz.

Glaswolle URSA Purefloc Cavity
Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit (WLS) λ = 0,035 W/m*K

EPS Perlen
Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit (WLS) λ = 0,033 W/m*K

Insute 25-pro – bei sehr schmalen Hohlschichten (1-2 cm) möglich
Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit (WLS) λ = 0,028 W/m*K

Intensivere Details zu den Dämmstoffen erfahren Sie auf dieser Seite:
https://www.ecofibre.de/daemmung/einblasdaemmung/einblasdaemmstoffe/

Ganz im Gegenteil! Schimmel entsteht dort, wo warme, feuchte Raumluft an kalten Innenwänden kondensiert. Durch die Einblasdämmung erhöht sich die Oberflächentemperatur der inneren Wand massiv. Da ausschließlich wasserabweisende (hydrophobe) und diffusionsoffene Dämmstoffe verwendet werden, kann Feuchtigkeit weiterhin nach außen transportiert werden. Das Risiko von Schimmel sinkt drastisch. Aufgrund des windreichen Bremer Tieflands und häufigen Schlagregens werden die Materialien extrem sorgfältig ausgewählt.

Die Kosten für eine Kerndämmung der Außenwand bewegen sich im Raum Bremen meist zwischen 25 und 50 Euro pro Quadratmeter Fassadenfläche (inklusive Material und Arbeitszeit). Für ein typisches Bremer Reihenhaus mit einer zu dämmenden Außenwandfläche von ca. 90 m² liegen die Gesamtkosten somit oft bei etwa 2.250 bis 4.500 Euro vor Abzug von Fördergeldern.

Für ein klassisches Ein- oder Zweifamilienhaus benötigt der Fachbetrieb in der Regel nur einen einzigen Arbeitstag. Ein teures Fassadengerüst ist fast nie erforderlich, da die Arbeiten bodennah oder über Leitern/Hubsteiger ausgeführt werden. Auch Schmutz entsteht kaum, da die Einblasmaschine direkt vor dem Haus steht und das Material staubfrei in die Wand gepresst wird.

Aktuell gibt es zwei primäre Wege, um die Kosten signifikant zu senken:

  1. BAFA-Zuschuss (BEG Einzelmaßnahmen): Sie erhalten eine Grundförderung von 15 % der förderfähigen Kosten. Liegt ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) vor, steigt der Zuschuss auf 20 %. Wichtig: Der Antrag muss zwingend vor der Beauftragung des Handwerkers gestellt werden.
  2. Steuerbonus (§ 35c EStG): Wer keinen BAFA-Antrag im Vorfeld stellen möchte, kann alternativ 20 % der Gesamtkosten direkt von der Steuer absetzen (verteilt auf 3 Jahre), sofern es sich um ein selbstgenutztes Wohneigentum handelt.

Nein, die früheren quadratmeterbezogenen Zuschüsse des Landes Bremen (§ 10 BremKEG) wurden eingestellt, da der Senat der Bundesförderung Vorrang einräumt. Ergänzend bietet jedoch die Bremer Aufbau-Bank (BAB) spezielle Modernisierungsdarlehen an (z.B. das Programm „Rund ums Haus“ bis 50.000 Euro ohne Grundbucheintrag) sowie ein neues, im Herbst 2026 startendes zinsgünstiges Kreditprogramm für die Wärmewende.

Die Dämmung der Außenwand bringt in der Regel eine Heizkostenersparnis von 15 % bis 30 %. Da die Einblasdämmung im Vergleich zu anderen Dämmmethoden sehr kostengünstig in der Anschaffung ist, amortisiert sich die Maßnahme durch das raue, windige Bremer Klima meist schon nach 3 bis 5 Jahren.

Hier bei uns auf der Homepage.
Über unsere Webseite können Immobilienbesitzer direkt einen qualifizierten und für unsere Dämmstoffe zertifizierten Handwerksbetrieb aus Bremen oder dem nahen Umland (wie Lilienthal, Stuhr oder Weyhe) anfordern. Der Partnerbetrieb übernimmt die endoskopische Voruntersuchung, berät zum passenden Dämmmaterial und erstellt ein unverbindliches Angebot.

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Scheuen Sie sich nicht, einfach mal anzurufen.
Tel.: 0421 68 46 86 70